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Nachteilsausgleich

Aktuell erschwert mehr als jedem zehnten Studierenden eine Behinderung oder chronische Erkrankung das Studium durch Mobilitäts-, Hör- und Sehbeeinträchtigungen, psychische Erkrankungen (Essstörungen, Depression), chronische Krankheiten (Rheuma, Diabetes, CED), Legasthenie und Autismus. Gehöre ich dazu?

Die Beeinträchtigung ist bei den meisten Studierenden nicht auf den ersten Blick erkennbar.

Nachteilsausgleich

Studierende mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen haben einen gesetzlichen Anspruch auf Nachteilsausgleiche. Auf ihrem Weg zum erfolgreichen Abschluss müssen Studierende zusätzlich zu ihrer Einschränkung Barrieren überwinden. Dazu gehören eine hohe Prüfungsdichte und Anwesenheitspflichten zu den Lehrveranstaltungen. Nachteilsausgleiche sollen bewirken, nicht benachteiligt zu werden und die Angebote der Hochschule möglichst ohne fremde Hilfe in Anspruch nehmen können.

Wie erfolgt die Beantragung und welche Nachweise sind erforderlich?

Wer einen Nachteilsausgleich nutzen möchte, muss ihn beim Prüfungsamt oder dem Prüfungsausschuss seiner Hochschule beantragen. Inhalt des Antrags: die gewünschten Prüfungsmodifikationen benennen und deren Erforderlichkeit begründen. Gesundheitliche Beeinträchtigungen und deren konkrete prüfungsrelevante Auswirkungen sind durch geeignete Nachweise (ärztliches Attest) zu belegen. Es besteht kein genereller Anspruch auf eine bestimmte Form des Nachteilsausgleichs.

Beispiele für Nachteilsausgleiche:

  • mehr Zeit für Studien- und Prüfungsleistungen wie Klausuren, Haus- oder Abschlussarbeiten
  • zusätzliche Ruhepausen
  • technische Hilfsmittel oder Assistenzleistungen
  • Studierende sollten möglichst frühzeitig Kontakt zu den Beratungsstellen der Hochschulen oder Studentenwerken aufnehmen, um zu erfahren, welche Nachteilsausgleiche und andere Möglichkeiten für eine bedarfsgerechte Gestaltung von Studienbedingungen ihnen zustehen. Anlaufstellen vor Ort sind Beauftragte für Studierende mit Beeinträchtigungen.